MedizinRad


Das Medizinrad

ist ein uraltes Persönlichkeits-, Lebens- und Entwicklungsmodell.
In seiner Schlichtheit und Einfachheit gibt es allen Aspekten von Leben einen Platz und eine Ordnung in einer Klarheit, die sehr hilfreich sein kann.

Ich nutze das Medizinrad sowohl in den Einzelstunden, als auch wenn ich mit Gruppen arbeite.
Immer wieder kann es helfen Gedanken, Gefühle, Fragen zu Entscheidungen oder Handlungsimpulse zu sortieren und sich darin zu orientieren.
Es ist ein Kreislauf, der seine Anschaulichkeit aus den vier Jahreszeiten, den vier Himmelsrichtungen und dem Verlauf eines Menschenlebens bezieht, aber keinesfalls darauf reduziert ist.

Ein Medizinradseminar biete ich gerne auf Nachfrage an.

In vielen Kulturen weltweit existieren verschiedenste Medizinrad- oder auch sogenannte Lebensrad-Modelle, die persönliche wie gemeinschaftliche Entwicklungsprozesse zyklisch erklären und begleiten.
Das hier vorgestellte Modell bezieht sich auf das Modell der Vier Schilde von Steven Foster und Meredith Little.

 

Die Vier Richtungen des Medizinrads

Norden/Winter

Erwachsenenalter, Vernunft, Ratio, Klarheit,  Verstand, Verantwortung, Gemeinschaft, Nächstenliebe

Westen/Herbst

Jugendzeit, Übergang, Krise, Rückzug, Selbstfindung, Selbstliebe

 

Osten/Frühling

Reifes, weises Alter, Tod und Geburt, Spiritualität, Weisheit, Hinwendung zum Göttlichen, zum Großen Ganzen

Süden/Sommer

Kinheit, Emotion, Sponanität, Ego, Sinne, Fühlen, unreflektiert, körperliche Liebe

Sommer/Süden

Kinheit, Emotion, Sponanität, Ego, Sinne, Fühlen, körperliche Liebe.

Leicht · froh · unreflektiert · laut · ungebremst · spontan · sorglos · beschützt · emotional · lachen · weinen · schreien · egoistisch · Streit · Krieg · Sinneswahrnehmung · Körperlichkeit

Im Sommer oder Süden ist die Kindheit verankert mit all ihrer Spontaneität und Emotionalität, mit ihrem Forscherdrang. Das Leben ist leicht und ungebremst. Wir prahlen, streiten, führen Krieg, wir lieben, lachen, sind ängstlich und schüchtern. Im Sommer sind unsere Sinne nach außen gewandt, und ein Gefühl von Schuld oder Strafwürdigkeit, ein schlechtes Gewissen, kennen wir dort nicht. Im Sommer gibt es ebenso wenig die schlechten Taten von gestern wie die Sorge vor dem Morgen.

Herbst/Westen

Jugendzeit, Übergang, Krise, Rückzug, Selbstfindung, Selbstliebe.

Normen in Frage stellen · Innenschau · Wer bin ich? · Krise, dunkel ·  Schuld und Reue · Selbstzweifel · Unsicherheit · Schmetterling im Kokon · Übergang hin zu: Selbstbejahung · Selbstachtung · Selbstliebe

Der Herbst ist die Zeit der Pubertät und der Übergänge im Leben. Im Herbst kehren wir unseren Blick nach innen. Das Leben ist nicht mehr leicht und luftig, es wiegt schwer, es wird dunkel. Normen und Regeln der Gesellschaft, Meinungen der Erwachsenen/der Eltern werden in Frage gestellt. Die Frage wer wir sind, was für uns Gültigkeit hat, rückt in den Vordergrund.
Unser bisheriges Bild von uns selbst gerät ins Wanken. Alles muss neu geklärt, durchlitten, erarbeitet werden. Wir starten eine Reise durch die Dunkelheit auf der Suche nach unserer Identität, möglichst bis hin zu Selbstliebe. Erst die Eigenliebe ist es, die es uns möglich macht, andere zu lieben, und nur dann kann der Herbst in einen Winter übergehen.

Winter/Norden

Erwachsenenalter, Vernunft, Ratio, Klarheit,  Verstand, Verantwortung, Gemeinschaft, Nächstenliebe

Selbstkontrolle · Verstand · Intellekt · Verantwortung · Das Überleben der Gemeinschaft ·vernünftig · einsichtsvoll · versöhnlich · dizipliniert · beharrlich · Gesetzt und Ordnung · klar ·


Im Winter sind wir reife und erwachsene Menschen, fähig zu Disziplin und zu echter Nächstenliebe. Hier gebrauchen wir die Klarheit des Verstandes, treffen Entscheidungen mit Vernunft und wir tragen Verantwortung. Wir sind bereit zu handeln, fähig, das was wir erfahren haben weiter zu geben.
Im Winter hier nehmen wir unseren Platz in der Gemeinschaft ein, denn hier geht es um das Wohl und das Überleben der ganzen Gemeinschaft.

Frühling/Osten

Reifes, weises Alter, Tod und Geburt, Spiritualität, Weisheit, Hinwendung zum Göttlichen, zum Großen Ganzen.

Anfang und Ende · Geburt und Tod ·  integrierte Erfahrungen · Kreativität · Grenzenlosigkeit · Das Göttliche · Spiritualität · Liebe zu etwas Höherem

Im Frühling vereinigen sich Tod und Geburt, hier ist das Ende und der Neuanfang, Transformation. Im Frühling ist die Realität frei von Rationalität. Hier sind der Schöpferkraft und der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt.
Hier wenden wir uns zum „großen Geist“, zu Gott, zur Erde als große Mutter. Hier lebt das Unsichtbare in uns auf, unsere schöpferische Vorstellungskraft, die sich ausdrückt in Gebeten, Zeremonien, Dank, Ritualen, in dem, was wir Religiosität nennen oder Spiritualität. Nach der Fähigkeit zur Nächstenliebe im Winter öffnet sich nun unser Herz für die Liebe zu etwas Höherem, wie auch immer wir es bezeichnen.

Und hier kommt der Funke das Schicksal in unser Leben, das uns nicht ruhen, sondern wachsen lässt und uns erneut auf die Reise durch das Rad schickt.

Sommer

Leicht · froh · unreflektiert · laut · ungebremst · spontan · sorglos · beschützt · emotional · lachen · weinen · schreien · egoistisch · Streit · Krieg · Sinneswahrnehmung · Körperlichkeit

Im Sommer oder Süden ist die Kindheit verankert mit all ihrer Spontaneität und Emotionalität, mit ihrem Forscherdrang. Das Leben ist leicht und ungebremst. Wir prahlen, streiten, führen Krieg, wir lieben, lachen, sind ängstlich und schüchtern. Im Sommer sind unsere Sinne nach außen gewandt, und ein Gefühl von Schuld oder Strafwürdigkeit, ein schlechtes Gewissen, kennen wir dort nicht. Im Sommer gibt es ebenso wenig die schlechten Taten von gestern wie die Sorge vor dem Morgen.

Herbst

Normen in Frage stellen · Innenschau · Wer bin ich? · Krise, dunkel ·  Schuld und Reue · Selbstzweifel · Unsicherheit · Schmetterling im Kokon · Übergang hin zu: Selbstbejahung · Selbstachtung · Selbstliebe

Der Herbst ist die Zeit der Pubertät und der Übergänge im Leben. Im Herbst kehren wir unseren Blick nach innen. Das Leben ist nicht mehr leicht und luftig, es wiegt schwer, es wird dunkel. Normen und Regeln der Gesellschaft, Meinungen der Erwachsenen/der Eltern werden in Frage gestellt. Die Frage wer wir sind, was für uns Gültigkeit hat, rückt in den Vordergrund.
Unser bisheriges Bild von uns selbst gerät ins Wanken. Alles muss neu geklärt, durchlitten, erarbeitet werden. Wir starten eine Reise durch die Dunkelheit auf der Suche nach unserer Identität, möglichst bis hin zu Selbstliebe. Erst die Eigenliebe ist es, die es uns möglich macht, andere zu lieben, und nur dann kann der Herbst in einen Winter übergehen.

Winter

Selbstkontrolle · Verstand, Intellekt · Ratio · Verantwortung · Das Überleben der Gemeinschaft · Vernunft · einsichtsvoll · versöhnlich · Disziplin · Beharrlichkeit · Gesetzt und Ordnung · Klarheit · Nächstenliebe


Im Winter sind wir reife und erwachsene Menschen, fähig zu Disziplin und zu echter Nächstenliebe. Hier gebrauchen wir die Klarheit des Verstandes, treffen Entscheidungen mit Vernunft und wir tragen Verantwortung. Wir sind bereit zu handeln, fähig, das was wir erfahren haben weiter zu geben.
Im Winter hier nehmen wir unseren Platz in der Gemeinschaft ein, denn hier geht es um das Wohl und das Überleben der ganzen Gemeinschaft.

Frühling

Anfang und Ende · Geburt und Tod · Weisheit · reifes Alter · integrierte Erfahrungen · Kreativität · Grenzenlosigkeit · Das Göttliche · Spiritualität · Liebe zu etwas Höherem

Im Frühling vereinigen sich Tod und Geburt, hier ist das Ende und der Neuanfang, Transformation. Im Frühling ist die Realität frei von Rationalität. Hier sind der Schöpferkraft und der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt.
Hier wenden wir uns zum „großen Geist“, zu Gott, zur Erde als große Mutter. Hier lebt das Unsichtbare in uns auf, unsere schöpferische Vorstellungskraft, die sich ausdrückt in Gebeten, Zeremonien, Dank, Ritualen, in dem, was wir Religiosität nennen oder Spiritualität. Nach der Fähigkeit zur Nächstenliebe im Winter öffnet sich nun unser Herz für die Liebe zu etwas Höherem, wie auch immer wir es bezeichnen.

Und hier kommt der Funke das Schicksal in unser Leben, das uns nicht ruhen, sondern wachsen lässt und uns erneut auf die Reise durch das Rad schickt.

 

Das Medizinrad gibt als Modell sowohl eine Erklärung für Persönlichkeitsstrukturen als auch für Prozesse verschiedenster Art, denen es jeweils einen zirkulären Charakter verleiht. Als Entwicklungsziel gibt es also nicht einen Endpunkt, sondern Ziel ist vielmehr ein gleichmäßiger Fluss, eine Balance im Rad. Integrierte Lernerfahrungen führen zu einer kreisförmig sich nach oben bewegenden Spirale.

Ein ungehemmter Fluss durch alle vier Jahreszeiten macht es möglich, all unsere Lebensabschnitte und auch Krisen die wir durchwandern, zur Quelle unseres Wachstums zu machen.
Der Funke für eine Kreisbahn im Medizinrad wird im Frühling gestreut, dann beginnt die Entwicklung im Sommer bündelt sich in einem entscheidenden Durchgang im Herbst, entfaltet ihr Wirken im Winter und vollendet sich im Frühling, bereit, den nächsten Funken in sich aufzunehmen… .

Wie begegnen wir der globalen Klimakrise - Betrachtung im Medizinrad

Süden:

Selbstfürsorge, auf sich achten, gut mit den eigenen Grenzen umgehen,
die eigene Gesundheit pflegen, den Körper entgiften,
Freude, Humor und Leichtigkeit leben, spielen, singen, lachen.
Alles was wir für uns und unseren Körper tun,
hilft auch der Erde sich besser zu fühlen,
und auch den Kindern mit denen wir arbeiten, denen wir begegnen.
Ziviler Ungehorsam, Demonstrieren, laut auf sich aufmerksam machen, für das Gute „kämpfen“.

Westen:

Eigene Wunden heilen, das Trauma heilen, das eigene Trauma und das Kollektive.
Ehrlich mit dem Schmerz tanzen, um ihn zu transformieren
Eine Auszeit, um mich und meine Aufgabe(n) in dieser Zeit zu finden

Norden:

Verantwortung übernehmen → Selbsterziehung:
den eigenen Lebensstil verantwortlich der aktuellen kritischen Situation anpassen.
Gesellschaftliche Verantwortung: Eingreifen in Politik; Naturschutz; Arbeit mit Menschen, mit den sozialen Gefügen und Bildungseinrichtungen (Familien, Schulen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, alte Menschen), neue Bildungseinrichtungen und neue gesellschaftliche Lebensformen schaffen.
Unsere Gaben in die Gemeinschaft bringen, unsere Projekte realisieren.
Unsere Kinder achtsam erziehen und sie sich mit ihren Gaben entfalten lassen.

Osten:

Schwingungserhöhung, Transformation der eigenen Person, Meditation, Kontakt mit der geistigen Welt,
Achtsamer Umgang mit Gedanken und Gefühlen, Selbstreflektion → Selbsterziehung auf einer anderen Ebene und Transformation der Erde: daran energetisch mitwirken: Meditation, Gebete, Rituale, Lichtarbeit, Bewusstsein von und Kontakt mit der geistigen Welt,‘
Bewusster, achtsamer und stärkender Umgang mit den Kindern der neuen Zeit = mit allen Kindern
Heilen durch Visualisieren einer gesunden Welt/Erde
Angst, Wut, Hass, … ersetzen/verwandeln in Liebe, damit sich die Schatten in Licht verwandeln.